Ausstellungen

"Frühlingsgefühle"

Die Ausstellung in der Elefanten Apotheke, Linkgasse 12, 42651 Solingen (Schaufenster Hauptstraße), dauert bis Ende Mai 2017.
Bei Interesse liegen Visitenkarten aus.

Alle Bilder mit Titeln und Angaben zu den Techniken finden Sie in  Katalog 3


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"Zwei Heimaten in einem Herzen"

Bilder von Ludmila Hirsch

Die Ausstellungseröffnung fand am 8. Januar 2017
um 12.30 Uhr nach dem Gottesdienst statt.
Mit einer Lesung der Autorengruppe Prosablüten
Sylvia Mandt;  Karla J. ButterfieldSibylle Wegner

Am Klavier: Elisabeth Hirsch

Ort : Dorper Kirche, Schützenstr. 159, 42659 Solingen
Dauer der Ausstellung:  08.01. - 04.02.2017

Die Ausstellung kann bis zum 4. Februar 2017
zu diesen Zeiten besichtigt werden:
Sonntags nach den Gottesdiensten
Montags 10:00 bis 12.00
Mittwochs 14:30 bis 17:00 Uhr

Alle Bilder mit Titeln und Angaben zu den Techniken finden Sie in  Katalog 2


Lesung der Autorengruppe Prosablüten
Sylvia Mandt, Karla J. Butterfield, Sibylle Wegner

 

Mein blaues Klavier
(Else Lasker–Schüler)

Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Und kenne doch keine Note.

Es steht im Dunkel der Kellertür,
Seitdem die Welt verrohte.

Es spielen Sternenhände vier
- Die Mondfrau sang im Boote-
Nun tanzen die Ratten im Geklirr.

Zerbrochen ist die Klaviatür…
Ich beweine die blaue Tote.

Ach liebe Engel öffnet mir
- Ich aß vom bitteren Brote-
Mir lebend schon die Himmelstür-
Auch wider dem Verbote.



Lu, so nenne ich Ludmila meist, also:
"Lu", sagte ich, "ich werde zum Klavier-Bild
einen Text für die Ausstellung schreiben."
"Nein", rief sie, "nicht dieses! Das ist mein Anfänger-Bild!"
"Warum denn nicht?" fragte ich.
"Es hängt seit zehn Jahren bei mir zu Hause
und ich mag es sehr!"

Stimmt schon, es war ihr erstes großformatiges Acryl-Bild und es ist technisch nicht unbedingt perfekt. Aber es verbindet uns, denn es markiert einen bedeutenden Punkt unserer Freundschaft. Lu hat es für mich gemalt, damals vor zehn Jahren, zu meinem Geburtstag.
Gegenstände, die daraufabgebildet sind, gehörten mir: der schwarze Gürtel mit den Messingschnallen, der Schal aus Waschbärenfell, ein Kleid, ein Hut.

All das dekoriert den Hauptgegenstand des Bildes: das Klavier. Es steht mehr oder weniger dunkel hinter einer Tür, vermeintlich in einem zugigen Kellerraum.

An den unteren Bildrand hatte Lu den Satz geschrieben: "Ich hatte zu Hause ein braunes Klavier".
"Braun?" fragte ich damals. "Mein Klavier war schwarz!"
Lu erschrak über die Verwechslung und wollte das Bild am liebsten zurück nehmen.
"Auf gar keinen Fall!" sagte ich. "Für uns beide geht es doch ohnehin um ein Klavier mit einer ganz anderen Farbe: blau!"

Das Gedicht "Mein blaues Klavier" hat Else Lasker-Schüler in ihrem Züricher Exil geschrieben. Es wurde dort 1937 veröffentlicht. Denn seitdem die Welt verrohte, durfte sie als Jüdin ihre Kunst in ihrer Heimat Deutschland nicht mehr veröffentlichen.
Lu und ich haben die Gedichte der Lyrikerin oft gelesen und darüber gesprochen. Das Gedicht vom blauen Klavier jedoch hatte es uns besonders angetan.
Am Anfang unserer Freundschaft vor vierzehn Jahren, Lu war da gut fünf Jahre in Deutschland, haben wir uns viel aus unserem Leben erzählt.
Während ich seit meiner Geburt vor siebzig Jahren in einer Demokratie lebe, in einem freien Land, das ich nur für Urlaubsreisen verlassen habe (was für ein Luxus), hat Lu am Ende ihres vierten Lebensjahrzehnts ihren Heimatort in Sibirien für immer verlassen. Zum Glück mit der ganzen Familie, so dass sie die Heimat, nicht aber ihre nächsten Menschen verlassen musste.
Der Verlust der Heimat hinterlässt immer eine Wunde, die, wenn überhaupt, nur sehr schwer und langsam verheilt. Lu und ihre Familie haben die Heimat freiwillig verlassen, ja, sie haben sogar viele Jahre für die Ausreise gekämpft. Und es besteht, wenn für Lu auch nur theoretisch, die Möglichkeit, in diese zurückzukehren.
Anders als Else, die nicht nur unter dem Publikationsverbot in Nazi-Deutschland litt, sondern deren Leben bedroht war und die deshalb viele tausend Kilometer weit weg von Wuppertal und Berlin zunächst nach Zürich und letztlich nach Israel ins Exil gegangen ist. Die Welt verrohte, die Heimat verkam, wurde zerstört - und trotzdem schmerzlich vermisst.
Lu war als Russlanddeutsche in der Sowjetunion zwar nicht existenziell bedroht, aber doch sehr eingeschränkt und unter Beobachtung. Dieser Bevölkerungsgruppe war es verboten, die deutsche Sprache zu sprechen, so dass diese in der zweiten und dritten Generation nach und nach verkümmerte. Außerdem waren die Russlanddeutschen unter der russischen Bevölkerung nicht gerade beliebt, obwohl sie durch großen Fleiß auf Anerkennung hofften – oft vergebens. Die Sowjets haben ihnen nichts geschenkt, sondern die Menschen gegängelt.
Über ihre Kindheit erzählte Lu mir unter anderem, dass sie viel und gerne gemalt hat.
In der Schule gab es jedoch keinen Zeichen- oder Malunterricht wie zur gleichen Zeit hier im Westen, wo man die gestalterischen Fähigkeiten ausprobieren und entwickeln konnte. Stattdessen wurde viel über die großen russischen Maler gelehrt und die Bilder des sozialistischen Realismus gepriesen. Aber selbst Bilder zu malen, das gab es nur im Verborgenen. Lu hat verschiedene russische Maler verehrt, deren Bilder in einem kleinen Schulheftchen ausführlich beschrieben und ihre Konterfeis bis ins Detail nachgezeichnet.

Erst vor kurzem, und das hat mich sehr berührt, hat sie mir dieses Heftchen gezeigt. Es musste mit in das neue Leben hier. Eine stumme Verehrung und eine frühe Liebe zur Malerei, die sie damals niemandem zeigte - und die nicht gelebt werden konnte.

Else hat in ihr Züricher Tagebuch geschrieben, dass sie das Lieblingsspielzeug immer noch bei sich habe, so auch das Puppenklavier. Es war blau. Else hatte die Möglichkeit, in ihrer Kindheit die eigene Kreativität zu entwickeln. Erst später musste sie ihre Kunst ins "Dunkel der Kellertür" stellen, da war sie über sechzig.

Was blieb da anderes übrig, als sich nach dem Blau der Kinderwelt zurück zu sehnen?

Lu spürte in der Kindheit und Jugend tief in ihrem Selbst, dass etwas gab, wonach sie sich sehnte. Heute würde sie sagen: Nach Kreativität und eigenem Ausdruck habe ich mich gesehnt.
Diese Sehnsucht musste damals unerfüllt bleiben.

Wie unterschiedlich die Leben der beiden Frauen auch sein mögen, eines wird deutlich, nämlich wie durch Krieg und Unterdrückung Entfaltung und Kreativität verhindert werden.

Und während Else nur noch die zerbrochene Klaviatür und die blaue Tote beweinen und die Engel bitten kann, ihr vorzeitig die Himmelstür zu öffnen, gelingt es Lu - Gott und Gorbatschow sei Dank - ihren Lebensweg in Deutschland zum Besseren zu wenden.
Nach all dem Leid vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg herrschen hier seit vielen Jahrzehnten Frieden und Freiheit, werden Malerei und andere Künste ausgeübt und gefördert. Hier kann Lu ihr inneres Klavier aus dem Dunkel ins Licht holen und sich künstlerisch entfalten.
Das Ergebnis sehen wir heute in der Ausstellung.

Im gleichen Jahr, als sie das Bild vom "brauen" Klavier gemalt hat, habe ich mein erstes Schreibseminar besucht. Als Nachkriegskind hatte auch ich ein Klavier im Dunkel der Kellertür stehen, und das war schwarz. Aber das ist eine andere Geschichte.

Und ob das Klavier nun schwarz, braun oder blau ist, für Lu und mich ist das Instrument längst zum Symbol für eine innere Heimat geworden, nämlich die Heimat unserer Kreativität.

Wir sind im Lutherjahr und in einer evangelischen Kirche. Deshalb möchte ich mit einem nochmaligen "Gott sei Dank" schließen.

Dank auch Ihnen und Euch!

Sylvia Mandt

 

Eine Allee   (Karla J. Butterfield)

Ich zählte die Bäume zu einer Melodie, die aus meinem Herzen kam, als ich zu dir ging. Die Birken auf der Linken zählte ich auf dem Hinweg, die Kastanien auf dem Rückweg. Draußen das Rauschen der Blätter, in mir dein Atem.

Es war Sommer, alles glänzte, war voller Farben. Mein Heimatdorf war fünf Kilometer von Deinem entfernt. Diese fünf Kilometer waren damals mein Leben. Fünf Kilometer, die mich von dir trennten, fünf, die mich zu dir führten. Immer gleich lang und doch so unterschiedlich. Hin ging ich leichtfüßig, ich flog, spürte den Boden unter meinen Füßen kaum und zählte die Birken. Die Sehnsucht verwirrte meine Sinne und ich verdrehte mich in den Zahlen wie in einem verhedderten Wollknäuel. Ich verzählte mich jedes Mal. Waren es sechshundert, oder doppelt so viel? Während die Zahlen noch in meinem Kopf schwirrten, lag ich schon in deinen Armen.

Auf dem Rückweg waren es genau ein Tausend Kastanienbäume. Da verzählte ich mich nie. Ein Tausend Kastanienbäume, jeder ein Zeuge unserer Trennung.

In diesem ganzen Sommer hatte es nur einmal geregnet, dreimal war der Himmel bewölkt und vier Gewitter gab es. Ich lief jeden Tag. Es war der erste Sonntag im August, ich weiß es noch genau, da lief ich besonders schnell und kam zu früh zu deinem Haus. Diesmal hatte ich mich nicht verzählt, es gab genauso viele Birken wie Kastanienbäume. Als ich anklopfte, blieb deine Tür zu. Abweisende Stille schlug mir ins Gesicht. Die Sonne schien so stark, als wollte sie die geschlossene Tür durchbrennen. Ich setzte mich auf die Fußmatte und wartete. Nach einer Stunde sinnlosen Wartens kehrte ich zurück in mein Heimatdorf, die Kastanien zählte ich nicht.

Dann habe ich gewartet, in meiner Kammer. Zusammengerollt, den Kopf auf den Knien, wartete ich. Die Fliegen summten besonders laut diese Tage.

Es wurde September, du standst vor meiner Tür. Ob du auch die Bäume gezählt hast, die Gerüche wahrgenommen, den Boden nur leicht unter den Füßen gespürt? Nein, du bist mit Bauer Hans gekommen, er ließ dich auf dem Anhänger mitfahren. "Tausend sind es. Tausend", sagte ich zu dir. In mir brodelte es: "Warum bist du nicht zu mir gelaufen? Vier Wochen war es her, als ich vor deiner Tür stand und vergessen habe die Kastanien zu zählen. Achtundzwanzig Tage wartete ich." Die Wut packte mich, Zweifel schüttelten mich, ich wünschte dir jeden Tag das Schlimmste und doch wurde meine Sehnsucht immer größer.

Als du dann vor meiner Tür standst, war ich kurze Zeit beleidigt, dann verließ mich mein Stolz…. wie eine untreue Katze, und ich fiel in deine Arme, als wäre nichts passiert. Weg war das Warten, weg die Vorwürfe. Was nützte der Stolz, wenn Glück ihn ablöste?

"Komm", sagtest du lachend, "wir fahren zusammen in die Stadt und ich zeige dir, wie das Leben geht." Natürlich ging ich mit, ich war schon lange neugierig auf diese Stadt und auf das Leben.

In der Stadt sagtest du, "nimm dieses Kleid, und die Schuhe, färbe deine Haare grün." Zwei Wochen blieben wir.

Als wir zurückkamen, ich im Kleid, wie die Städter sie trugen, die Schuhe rot, die Haare grün, wurde gerade eine Hochzeit im Dorf gefeiert.
Die Glocken läuteten, die Gäste warteten vor der Kirche im Sonntagsstaat.
Die Braut im Weiß auf der breiten Treppe, der Vater führte sie am Arm. Als er dich entdeckte, rannte er auf dich zu.
"Hast du die Ringe?", fragte er dich leise. Du bejahtest, holtest ein kleines Päckchen aus der Tasche, nahmst den viel zu dürren Arm der Braut und führtest sie zum Altar.

Ich hätte mich nicht so oft verzählen dürfen.

 

 

Die Frau vom Meer   (Sibylle Wegner)

Er ging am Strand entlang, ganz mit seinen Gedanken beschäftigt. Das Kreischen der Möwen nahm er nicht wahr. Sein eigenes Versagen nagte an ihm. "durchs erste Staatsexamen gerauscht –Looser!" beschimpfte er sich leise. Was sein Vater dazu sagen würde, konnte er sich lebhaft vorstellen. Dass er in die väterliche Kanzlei einsteigen sollte war schon seit seiner Geburt klar gewesen. Dabei fiel ihm das Paragraphenlernen unglaublich schwer, wenn er ehrlich war, langweilte ihn Jura. Er wäre viel lieber Architekt geworden, hätte Häuser gebaut, neue Gebäude entworfen mit noch nie dagewesenen Formen. Er nahm einen Stein hoch und warf ihn ins Meer. Er müsste es seinem Vater beichten, stattdessen hatte er sich ans Meer geflüchtet, nur noch ein paar Tage gewinnen, bevor er vor seinen Vater trat. Er sah dessen Gesicht vor sich, starr, ohne Minenspiel, er würde nichts sagen, aber die Augen kalt verachtend. Natürlich konnte er einen neuen Anlauf nehmen, die Prüfung in einem Jahr wiederholen, aber was wenn er wieder versagen würde. Er sah aufs Wasser, als ob er am geraden Strich des Horizontes Halt finden könnte.
Der Strand war noch leer am frühen Vormittag, nur weiter vorne auf einem Steinhaufen sah er schemenhaft die Gestalt einer Frau sitzen. Er blieb stehen, er wollte jetzt keinen Menschen sehen, grüßen oder sonst einen Kontakt, aber die Unbekannte zog seinen Blick an. Wie verloren sie in der Einsamkeit wirkte. Alles an ihr war mädchenhaft, das rosa Schultertuch, Jeans, Turnschuhe, die halblangen Haare verdeckten ihr Gesicht und wurden nur ab und zu vom Wind leicht bewegt. Sie hob den Kopf und blickte aufs Meer, jetzt senkte sie ihn wieder hinunter.
Er hätte gern gesehen, was sie dort tat, was ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich zog und sie so entspannt wirken ließ, aber er wagte es nicht, näher zu gehen, einen Blick zu riskieren und sie anzusprechen. Stattdessen drehte er um und ging zurück ins Hotel.

Wieder war er am Strand, die Sonne stand noch nicht hoch und er ging auf die Felsen zu, suchte die Mädchenfrau. Diesmal würde er nicht feige umdrehen.
Da saß sie. Wie zuvor mit dem rosa Schultertuch, das Gesicht vom Haar verdeckt. Er ging näher. Auf den Knien hielt sie etwas, vielleicht eine Leinwand, vielleicht eine Kladde. Sie schrieb oder malte und war ganz auf ihre Arbeit konzentriert. Fasziniert beobachtete er sie weiter. Wie alt sie wohl war? Das Meer schien sie auch zu beobachten. Der Wind wehte einen Geruch herüber, den er erkannte. Ölfarbe, sie malte mit Öl. Hier am Strand? Nicht ungefährlich, ein kräftiger Windstoß und der Sand klebte auf den Farben. Aber Öl konnte das ab. Mit Ölfarben schuf sie etwas Bleibendes für die Ewigkeit. Sie war frei, durfte ihrer Kunst nachgehen, er beneidete sie. Dann zog er seine Pocketkamera heraus und machte ein Foto. Wie sie da saß, das Meer betrachtete, die Leinwand wie einen Schatz vor dem Körper, ganz klein gegen die Elemente und doch eins mit ihnen. Von weitem näherte sich ein Klingeln.
Vielleicht ein Fahrradfahrer auf dem Dünenkamm, der auf sich aufmerksam machten wollte. Er ging noch näher und konnte einen Blick auf das Bild werfen. Vor Überraschung hielt er den Atem an. Was er sah, war das Bild was er gerade fotografiert hatte. Das Mädchen am Strand mit Schultertuch, das Gesicht abgewandt, verdeckt von den Haaren. Er hatte plötzlich das Gefühl in einem Spiegelkabinett zu stehen. Das Klingeln war wieder zu hören, lauter, als ob der Radfahrer auf den Strand gewechselt hatte und näher kam. Sie hörte das Klingeln wohl auch. Ihr Kopf flog hoch, erschrocken raffte sie alles zusammen. „Bitte, sie dürfen mich nicht verraten, ich darf nicht hier sein“, stammelte sie.
„"Warum?" "Ach. Meine Familie – für sie ist Malen brotlose Kunst. Bitte, sie haben mich nicht gesehen, versprechen Sie das?" Sie raffte schnell ihre Sachen zusammen.
"Ich verspreche es", sagte er. Sie war schon auf dem Weg zur Düne.
"Ich verstehe“, rief er ihr nach, „ besser als Sie wissen!"
Das Klingeln war nun ohrenbetäubend und ganz nah. Wütend drehte er sich um und knallte mit dem Ellenbogen gegen etwas Hartes.


Der Schmerz machte ihn sofort hellwach, er lag im Hotelbett, Das Klingeln war der Wecker auf dem Nachtschränkchen, gegen das er gestoßen war. Langsam kam die Erinnerung, er hatte sich abends extra den Wecker gestellt, um wieder zum Strand zu gehen und nach der Mädchenfrau zu sehen. Es war ein Traum gewesen, dass er mit ihr gesprochen hatte.
Er sprang aus dem Bett, machte nur eine kurze Katzenwäsche und lief ohne Frühstück zum Strand, lief weiter bis er die Steine erreichte. Sie war nicht da. Lange wartete er, starrte auf das Meer, lief vor den Steinen auf und ab. Nach einigen Stunden gab er es auf.
Sie war auch am nächsten Tag nicht da. Er wartete weiter, wollte ihr sagen, wie schön das Bild war, was sie malte.
Nach weiteren Tagen hatte er begriffen – dass sie nicht mehr kommen würde - aber auch, was er jetzt tun musste. Seinem Vater sagen, dass er mit Jura aufhörte und ein Architekturstudium beginnen würde.
Er wusste nun, was der Traum bedeutete, was es bedeutete wenn man seinen Traum nicht lebt.

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"Von Innen nach Außen"

Bilder-Ausstellung von Ludmila Hirsch

Die Ausstellung hat in der Seniorenresidenz SenViital in Solingen
vom 16.10.2013 bis zum 18.11.2013 stattgefunden

Ort : Seniorenresidenz SenVital,
Hackhauser Str. 62-64, 42697 Solingen

Vernissage: 16.10.2013, 16:00 Uhr, Foyer
Begrüßungswort: Einrichtungsleiterin Frau Stachowiak
Eröffnungsvortrag: Sylvia Mandt

Dauer der Ausstellung: 16.10 - 18.11.2013

Alle Bilder mit Titeln und Angaben zu den Techniken finden Sie in  Katalog 1

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